Die Liebe zu Vögeln begleitet Stephanie Schneider schon ihr ganzes Leben. Nach Erfahrungen mit einer eigenen geprüften Sittichzucht und einer Doppelgelbkopfamazone stand für sie fest: Sie wollte Falknerin werden. Der Weg dorthin führte über den Jagdschein, den sie im Mai 2025 als Jahrgangsbeste erfolgreich ablegte, gefolgt vom Falknerschein im Dezember desselben Jahres.
„Während des Jagdkurses habe ich erst richtig begriffen, was Jagd eigentlich bedeutet. Genau dieses Zusammenspiel aus Natur, Handwerk und Schutz hat mich von der ersten Minute an fasziniert – es ist meine absolute Leidenschaft geworden“, berichtet sie strahlend.
Finden Bürger einen verletzten Greifvogel oder meldet sich das Tierheim, wird Stephanie Schneider direkt informiert und holt den Patienten ab. Bei der medizinischen Erstversorgung arbeitet sie eng mit einem fachkundigen örtlichen Tierarzt zusammen und steht im stetigen Austausch mit Fachleuten des Wildtierheim Preetz.
Die Tiere werden so lange intensiv betreut und aufgepäppelt, bis sie wieder vollkommen selbstständig jagen können. Die anschließende Auswilderung erfolgt immer in enger Abstimmung mit den jeweiligen Jagdpächtern und den zuständigen Behörden.
Juni 2026: Übernahme von zwei jungen Waldohreulen und einem Turmfalken aus dem Bremer Tierheim. Der Turmfalke flog am 10. Juli gesund davon.
Juni 2026: Ein verunfallter Mäusebussard wurde aufgenommen und nach erfolgreicher Pflege am 22. Juni wieder ausgewildert.
August 2026: Auswilderung der beiden erstarkten Waldohreulen im Revier Nordwohlde. Aktuell befindet sich ein weiterer verletzter Turmfalke in ihrer Obhut. Und das alles als ehrenamtlicher und auf eigene Kosten.
Stephanie Schneiders Traum für die Zukunft ist die Gründung einer eigenen Greifvogelauffangstation, um geschwächten Tieren eine verlässliche zweite Chance zu geben. Zudem plant sie, ihre Greifvögel künftig zur biologischen Vergrämung auf landwirtschaftlichen Flächen einzusetzen.
Waldtage & Erlebnisse: Natur hautnah entdecken durch Fährtenlesen, Bestimmen von heimischen Tieren und Pflanzen sowie das Erleben von Greifvögeln aus nächster Nähe.
Das Ziel: Kinder wieder für die heimische Wildbahn begeistern, denn nur wer die Natur kennt und versteht, wird sie später auch schützen.
Egal ob Sie einen verletzten Greifvogel gefunden haben, fachkundigen Rat suchen oder Interesse an einem naturpädagogischen Waldtag für Schulklassen haben – Stephanie Schneider ist in der Jägerschaft Syke und im Revier Nordwohlde die kompetente und tatkräftige Ansprechpartnerin für Mensch und Tier. Solch ein Engergement braucht auch Unterstützung!




