Wie Naturschutz praktisch aussieht, konnten jetzt vier Jungen aus der Börde rund um Dimhausen selbst erleben. Gemeinsam mit dem Jäger und Mitglied des Naturmobil e.V., Heiner Schnibbe, bauten sie in den Niedersächsischen Landesforsten neue Brutröhren für Stockenten.
Treffpunkt war ein Waldsee, an dem bereits mehrere der künstlichen Nisthilfen montiert wurden. Dort konnten die Kinder direkt beobachten, wie wichtig geschützte Brutplätze für Enten sind. Einige der vorhandenen Röhren werden bereits erfolgreich genutzt.
Mit Drahtmatten, Stroh, Kabelbindern und einem KG-Rohr machten sich die Jungen an die Arbeit. Unterstützt wurden sie dabei von einem weiteren Jäger aus dem Revier Osterbinde-Eschenhausen. Unter Anleitung entstanden Schritt für Schritt neue Brutröhren, die später in verschiedenen Revieren aufgehängt werden sollen.
Während des Bauens erklärte Heiner Schnibbe viel über die Tierwelt rund um den See. Besonders aufmerksam verfolgten die Kinder einen Stockenten-Erpel, der seine brütende Ente immer wieder wachsam verteidigte — selbst gegen kleine Eindringlinge wie Frösche. Solche Beobachtungen machten für die Jungen unmittelbar sichtbar, warum sichere Brutplätze für Wasservögel wichtig sind.
Nach rund zwei Stunden waren vier fertige Brutröhren entstanden. Für die Kinder blieb jedoch nicht nur das handwerkliche Erlebnis in Erinnerung. Sie konnten erleben, dass Naturschutz nicht abstrakt ist, sondern direkt vor der eigenen Haustür beginnt — mit einfachen Mitteln, praktischer Arbeit und genauer Beobachtung der Natur.
Genau darin liegt auch der Wert solcher Aktionen: Kinder lernen Tiere und Lebensräume nicht nur aus Büchern kennen, sondern draußen im Wald und am Wasser. Wer früh erlebt, wie empfindlich natürliche Lebensräume sind, entwickelt oft auch ein stärkeres Verantwortungsgefühl für ihre Zukunft.
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